Fraktionsbericht 03.06.2019

Feuerwehr Sulzbach

Die Wahl des Abteilungskommandanten und seines Stellvertreters – Andreas Blittkowsky und Raphael Warth – ist vom Gemeinderat zu bestätigen. Dies bietet uns immer wieder die willkommene Gelegenheit, den engagierten Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehren in Gaggenau herzlich zu danken!

„Stadtmitte Gaggenau“

Als Beitrag zur aktiven Stadtentwicklung haben wir die Stadtverwaltung aufgefordert, externe Berater hinzuzuziehen, bevor über die Neubebauung in der August-Schneider-Straße (Parkdeck und Bahnhofsgebäude) und in der Hildastraße entschieden wird. Mit den Stadtplanern Prof. Mathias Hähnig aus Tübingen und Prof. Philipp Dechow aus Stuttgart sowie der Landschaftsarchitektin Prof. Cornelia Bott, ebenfalls aus Stuttgart, sind renommierte Fachleute für diesen Beirat gefunden worden. Von ihnen kam der Vorschlag einer so genannten Mehrfachbeauftragung. Vier Architekturbüros stellten daraufhin ihre Entwürfe der Projektgruppe vor.

Die Jury hat sich an erster Stelle für den Entwurf von Laux Architekten GmbH aus München zusammen mit larob.studio für architektur aus Stuttgart entschieden, an zweiter Stelle für den Entwurf von Büro Baldauf Architekten und Stadtplaner GmbH, ebenfalls aus Stuttgart. Noch bis Mittwoch, den 12. Juni, sind alle vier Modelle für die Bürgerinnen und Bürger im ersten Obergeschoss des Rathauses zu besichtigen.

Umgestaltung der Murguferanlage

Ein langgehegter Wunsch vieler in Gaggenau ist auf dem Weg, wahr zu werden: Attraktive Aufenthaltsflächen an der Murg mitten in der Stadt sind in Planung. Breit angelegte Stufen mit einzelnen Podesten sollen die Böschung hinunterführen. Um eine schnelle Verwitterung, aber auch Vandalismusschäden zu vermeiden, sollen die Podeste aus Kunststoff „mit Holzcharakter“ bestehen.

Christina Palma Diaz aus unserer Fraktion ergänzte, dass die Wiese vor dem Murgufer prädestiniert für eine gastronomische Nutzung sei und regte an, hier in einem weiteren Abschnitt beispielsweise einen Kiosk einzuplanen. Vor einer festen Installation könne man die Nachfrage mit einem Foodtruck testen.

Bei aller Vorfreude müssen wir allerdings auch die Sorgen der Anwohner ernst nehmen, die noch mehr nächtliche Unruhe am Murgufer befürchten. Hier versprach die Verwaltung, die Entwicklung im Auge zu behalten.

Die Gaggenauer Bäderlandschaft

In den letzten Monaten hat der Gemeinderat über unsere Bäder und deren Entwicklung nur wenig Informationen erhalten außer der einen oder anderen Bekanntmachung. Deshalb haben SPD und CDU die Verwaltung aufgefordert, den Sachstand darzulegen.

Für das Waldseebad endet die Ausschreibungsfrist für die ersten Gewerke am Dienstag nach der Gemeinderatssitzung. Wir wissen also noch nicht, ob hier der kalkulierte Kostenrahmen eingehalten werden kann. Eröffnung soll im Mai 2021 sein – fast ein Jahr später als erhofft.

Der Schwimmbadverein Kuppelsteinbad wird daher noch zwei Sommer lang mehr Andrang zu verkraften haben. Deshalb erhält er Unterstützung bei der Betriebsführung bis zur Wiedereröffnung des Waldseebads.

Der Schwimmbadverein Sulzbach muss für die Beckensanierung nach einem Zuschuss der Stadt und des Landes noch ein Defizit von 160.000 EUR finanzieren. Aktuell ist ein Kredit im Gespräch.

Im Hallenbad wurde bereits 2014 einiger Sanierungsbedarf festgestellt. Nur wenige Punkte sind bisher abgearbeitet, die meisten Entscheidungen sind von der Stadtverwaltung zurückgestellt worden zugunsten der Planungsarbeiten am Waldseebad. Dorothea Maisch aus unserer Fraktion machte darauf aufmerksam, dass die Überlegungen rund um das Hallenbad (Sanierung oder Neubau) eine längere Planungsphase benötigen werden und diese nicht mehr weit hinausgezögert werden sollte.

Umbau der Jahnhalle

Bei der Vorstellung der ersten Entwürfe im Gemeinderat haben wir die Stadtverwaltung aufgefordert, die Expertise vor Ort in die Planungen einzubeziehen, also VertreterInnen aus den Vereinen, von der Arbeitsgruppe Inklusion, vom Kulturamt. Nach deren Vorberatungen hatte nun der Gemeinderat verschiedene Entscheidungen zu treffen. Lebhaft diskutiert wurde, ob eine Rampe zum Eingang ausreicht oder ob zwei Rampen gebaut werden sollen. Eine Mehrheit entschied sich für eine Rampe, die mit zwei Metern Breite zeitgleich in beide Richtungen genutzt werden kann.

Die Rohbauarbeiten wurden zu einem erheblich höheren Preis vergeben als kalkuliert. Sind die Berechnungen zu optimistisch gewesen oder die Preise seit der Haushaltsplanung nochmals angestiegen? Das ist für die Mitglieder des Gemeinderats schwer zu erkennen.

Insgesamt bleibt die Stadtverwaltung zuversichtlich, dass der ehrgeizige Zeitplan bis Oktober eingehalten werden kann.

Dr. Ellen Markert, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!