Im "wunderschönen" Sulzbach heimisch geworden

BT 01.10.2019

Als neue Ortsvorsteherin will Josefa Hofmann ihre Mitbürger aktivieren/Sicherer Radweg nach Gaggenau ein Ziel

Von Regina Frammelsberger

BT01102019Gaggenau - Seit kurzem hat Sulzbach eine neue Ortsvorsteherin: Josefa Hofmann (CDU). Die gebürtige Kuppenheimerin ist 1992 mit Ehemann Gerd und Sohn Simon in den Gaggenauer Ortsteil gezogen und hat hier zusammen mit ihrem Hund, einer Kamerun-Schafherde und einigen Islandpferden eine "wunderschöne" Heimat gefunden. Nach vielen jobbedingten Ortswechseln wisse sie als "Zugezogene" in Sulzbach vor allem die Nähe zur Natur zu schätzen und hat in der Landschaftspflege zusammen mit ihrem Mann eine große Leidenschaft entdeckt. Ihr Engagement in diesem Bereich blieb nicht lange unbemerkt, sodass Hofmann vom damaligen Ortschaftsrat Anton Ibach um eine Mitarbeit im Obst- und Gartenbauverein gebeten wurde. Tatsächlich hatte sie daran große Freude, sie war von 2002 bis 2012 Vorsitzende des Vereins. Hier entwickelte sich der "Spaß an der Idee, dass man etwas bewegen kann", die Hofmann ab 2009 auch im Ortschaftsrat ausleben konnte.

Zweimal pro Jahrein Bürgerforum

Als Nachfolgerin von Artur Haitz will die 68-Jährige nun ihre Mitbürger für die Schönheiten des Ortes sensibilisieren und zur weiteren Gestaltung möglichst viele mit ins Boot holen.

Die "neue Mannschaft" des Ortschaftsrats sei "hoch motiviert" und an den Bedürfnissen der Bürger interessiert. Durch persönliche Kontakte wolle man herausfinden, "wo bei den Sulzbachern der Schuh drückt" und deren Probleme in den Sitzungen besprechen. Zweimal pro Jahr sei auch ein Bürgerforum zu aktuellen Themen geplant, um beispielsweise die Problematik des "ruhenden Verkehrs" zu erörtern. Sulzbachs "Sackgassen-Lage" sieht Hofmann in Bezug auf die Mitsprache der Bürger als großen Vorteil. Denn "alles, was hier passiert, geschieht durch uns selbst" und könne deshalb auch gut angepackt werden.

Für die fünfjährige Amtszeit haben sich die Ortschaftsräte bereits auf einige Leitthemen geeinigt: Vorrangiges Ziel sei die Schaffung eines sicheren Radwegs nach Gaggenau, der Absprachen mit dem Kreistag nötig mache. Außerdem wollen die Ortschaftsräte den Sulzbacher Ortseingang ansprechend umgestalten und sich dazu auch Ideen aus anderen Kommunen holen.

Die bevorstehende Bachsanierung müsse dafür zwar noch abgewartet werden, aber "irgendwann muss man das mal anpacken", so Hofmann. Sie berichtete von der Idee einer kleinen betreuten Wohnanlage in diesem Bereich mit vier bis sechs altersgerechten Eigentumswohnungen. Dadurch müssten die Sulzbacher nicht in die Senioreneinrichtungen von Gaggenau umziehen, sondern könnten länger in ihrem sozialen Umfeld wohnen bleiben. Dass von dort ein regelmäßiger Busverkehr die Anwohner in die Stadt und wieder zurückbringt, bezeichnete Hofmann als "kleinen Wunschtraum". Zufrieden äußerte sie sich über den Baubeginn beim Bernsteinbad, wo langer Atem letztendlich zu einem guten Ziel geführt habe. Mit Hartnäckigkeit, Sachverständnis und guten Gesprächen möchte Hofmann auch in Zukunft die Themen des Stadtteils angehen.

www.badisches-tagblatt.de