Neuer Anlauf zur Anbindung

BNN 27.10.2018

Hördener Wohngebiet „Großau“ ist durch die B462 vom restlichen Ortsteil abgetrennt

Vorschläge für mögliche Lösung des Problems

Von BNN Mitarbeiter Joachim Kocher

Gaggenau-Hörden. Das Wohngebiet „Großau“ in Gaggenau-Hörden, ist seit dem Bau der B 462 in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts durch die Bundesstraße vom restlichen Ort abgetrennt. Dem Ortschaftsrat ist es daher schon seit Jahrzehnten ein Anliegen, die Anbindung des Wohngebiets zu verbessern, beziehungsweise kreuzungsfrei zu gestalten. Hierzu wurden bereits in den 80er Jahren sowie in den 90er Jahren Anstrengungen unternommen, die aber leider nicht von Erfolg gekrönt waren. Aus diesem Grunde soll nunmehr ein neuer Anlauf unternommen werden, wie Vertreter des Ortschaftsrates Hörden während einer Begehung im Kreuzungsbereich B462-„Essel“ am Donnerstag betonten.

bnn27102018

Bild: DER NEURALGISCHE KREUZUNGSBEREICH B462/„Essel“ war Thema einer Begehung des Ortschaftsrats Hörden, an der neben den Ortschaftsräten auch Gaggenaus OB Christof Florus, der Bundestagsabgeordnete Kay Whittaker, die Landtagsabgeordnete Sylvia Felder sowie Mitglieder des Gaggenauer Gemeinderats teilnahmen. Foto: Kocher

Neben Oberbürgermeister Christof Florus waren hierzu auch der Bundestagsabgeordnete Kay Whittaker, die Landtagsabgeordnete Sylvia Felder sowie Mitglieder der im Gaggenauer Gemeinderat vertretenen Parteien an den neuralgischen Punkt der Flößergemeinde gekommen. Ortsvorsteherin Barbara Bender sprach einleitend von einer Situation, die alles andere als zufrieden-stellend sei.

„Uns ist klar, dass das Projekt nicht in den nächsten zehn Jahren kommen kann“, sagte Barbara Bender. Eine Diskussion in unmittelbarer Nähe der B 462 war allerdings aufgrund des Verkehrslärms nicht möglich, so dass man sich in den Bereich der evangelischen Kirche zurückzog, wo die Ortschaftsräte Marietta Zdun-Burkart sowie Joachim Huber auf die Problematik und auch die bisherigen Bemühungen des Ortschaftsrates eingingen.

Die beiden erinnerten unter anderem an Planungsunterlagen, die in der Vergangenheit von Stuttgart nach Berlin nicht weitergereicht wurden und betonten, dass aufgrund von Aussagen ehemals handelnder Personen es sich bei dem Kreuzungsbereich um einen bereits bestehenden und bedeutenden Verkehrsknotenpunkt handelt, der nicht erst in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden muss. Joachim Huber betonte auch, dass durch die aktuelle Situation auch eine starke Frequentierung der Ortsdurchfahrt in Hörden (Landstraße) gegeben sei. Grundsätzlich, so die beiden Ortschaftsräte sei man sich im Klaren, dass alle aufgeführten Vorschläge grundsätzlich nur lang – beziehungsweise im besten Fall mittelfristig realisiert werden können. Ebenso sei dem Ortschaftsrat Hörden bewusst, dass es sich bei den Vorschlägen lediglich um „Denkanstöße“ handelt, welche dazu dienen sollen, den Verkehrsplanern und Tiefbauingenieuren die Vorstellungen des Ortschaftsrats zu verdeutlichen. Die beiden Ortschaftsräte präsentierten drei Vorschläge zu einer künftigen Anbindung der „Essel“. Vorschlag eins sieht eine Tieferlegung der B462 und Anbindung des Wohngebiets Großau durch eine Überführung (analog der Rotherma-Anbindung) ohne Anbindung an die B462 vor.

Der Vorschlag zwei beinhaltet eine Höherlegung der B462 und Anbindung des Wohngebiets „Großau“ durch eine Unterführung ohne Anbindung an die B462. Die Zu- und Abfahrt zur B462 sollte über die Anschlussstelle Gaggenau Süd/Gernsbach Nord erfolgen.

Der Vorschlag drei sieht eine Anbindung des Wohngebiets „Großau“ über eine bereits vor circa 30 Jahren diskutierte Kreisverkehr-Lösung an der Anschlussstelle Gaggenau Süd/Gernsbach Nord und Fußgängerunterführung im Gebiet der heutigen Querung vor. „Wir hoffen auf politische Unterstützung“, betonte Joachim Huber, bei einem abschließenden Gespräch im Haus Kast.

„Bisher gibt es noch keinen Auftrag an die Stadtverwaltung Gaggenau etwas zu tun“, sagte Oberbürgermeister Christof Florus. „Wenn der Gemeinderat aktiv wird, ist es für uns Abgeordnete einfacher zu handeln“, ergänzte der Bundestagsabgeordnete Kai Whittaker.

Den Vertretern des Ortschaftsrates Hörden wurde somit deutlich, dass zunächst ein Beschluss des Ortschaftsrates erforderlich ist.

Das Gremium wird sich daher wohl demnächst mit der Thematik beschäftigen.

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