Schäuble bleibt Vorsitzende

BNN 13.07.2019

CDU-Kreisverband sorgt sich um sinkende Mitgliederzahlen

20190711 Kreis Vorstand

Rastatt. Die Vorstandswahlen gerieten gleichsam zu einer Formalität. Sämtliche Vorschläge für die neue Besetzung des Führungsgremiums im CDU-Kreisverband Rastatt erhielten von Seiten der rund 100 anwesenden Mitglieder im Bildungshaus St. Bernhard grünes Licht.

Kreisvorsitzende bleibt demnach Brigitte Schäuble. Fast 95 Prozent der Stimmen durfte sie auf sich vereinen. Vier Enthaltungen gab es und fünf Neinstimmen. Stellvertretende Kreisvorsitzende bleiben Constantin Braun, Katharina Loghin-Götz und Tobias Wald. Als Kreisschatzmeister fungiert weiterhin Burkhard Jung, als Mitgliederbeauftragter Alexander Becker, als Kreispressesprecher Kai Mungenast. Viktor Loghin ist Kreisschriftführer und Felix Kieser Internetbeauftragter. Als Beisitzer gehören Christian Anders, Sabine Arnold, Fabian Engel, Roland Ernst, Sylvia Felder, Rafael Gernert, Toni Huber, Florian Kieser, Patric Kohler, Brigitta Lenhard, Doris Oesterle, Dirk Preis Doris Schmith-Velten, Christian Schorpp und Svenia Westermann dem Vorstandsgremium an.

Wie Brigitte Schäuble in ihrem Rechenschaftsbericht konstatierte, sei die Kommunalwahl trotz toller Kandidaten nicht so gelaufen wie erhofft: „Der Trend war gegen uns“, meinte Schäuble und verglich die CDU mit einem „schwerfällig gewordenen Tanker“. Von einem Klimanotstand in Rastatt zu sprechen halte sie für überzogen. Gleichwohl müssten Umwelt und Klimaschutz auf der parteipolitischen Themenpalette mehr in den Vordergrund rücken. Die Grünen, von denen einige Ängste geschürt würden, seien künftig als erster politischer Gegner zu betrachten. Sorgen bereite der Mitgliederrückgang in ihrer Partei. Alexander Becker soll sich als Mitgliederbeauftragter der Sache annehmen, meinte Schäuble, die zugleich ihren Wunsch nach einer Seniorenunion im Kreisverband unterstrich. Hier soll der ehemalige Bundestagsabgeordnete Peter Götz, der den Kreisparteitag als Versammlungsleiter lenkte, mitwirken, wie Schäuble („Es ist eine Ehre, mich für diesen Kreisverband einzusetzen“) betonte.

Mehr Präsenz der Jungen Union erwünscht

Würmersheims Ortsvorsteher Helmut Schorpp, der sich in der Aussprache zu den Rechenschaftsberichten zu Wort gemeldet hatte, sah es insbesondere als großes Problem, „Jugendliche zu erreichen“ und sprach sich deshalb auch für einen Jugendbeirat aus. Brigitte Schäuble pflichtete Schorpp bei, dass dies ein „Riesenproblem“ sei und ließ auch Kritik am Nachwuchs in den eigenen Reihen anklingen: „Ich würde mich freuen, wenn sich die Junge Union wieder mehr einbringen würde, da ist ein Defizit zu sehen.“

Kreissschatzmeister Burkhard Jung konstatierte, dass aufgrund des Mitgliederrückganges im Jahr 2018 insgesamt rund 10 000 Euro weniger an Mitgliedsbeiträgen eingegangen seien als im Jahr zuvor: „Das ist unser Sorgenkind“, sagte Jung. Gleichwohl bleibe noch ein positiver Saldo von knapp 40 000 Euro in der Kasse und die finanzielle Gesamtsituation sei geordnet, so dass auch die Wirtschaftsprüfer keine Beanstandungen vorgetragen hätten.

Andreas Jung, Vorsitzender der CDU-Landesgruppe Baden-Württemberg, der als Gast dem Parteitag beiwohnte, lenkte in seinen Ausführungen den Blick auch auf die Klimaschutzdebatte. Er erinnerte an die beschlossene Energiewende und den Ausbau der erneuerbaren Energien. Gleichwohl räumte er ein, dass von der CDU einige Dinge nicht mit der nötigen Konsequenz vorangetrieben worden seien. Wichtig sei es, Impulse für klimafreundliche Technologien zu setzen. Im Blick auf die Grundsteuerreform hob Jung die CDU-Initiative hervor, dass Baden Württemberg selbst Regelungen zur Grundsteuer erlassen kann, um „unnötige Bürokratie“ zu vermeiden. Stefan Maue

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