Fraktionsbericht 05.10.2020

Kindergartenbedarfsplan für das Kindergartenjahr 2020/2021

Die CDU-Fraktion dankt allen Erzieherinnen und Erziehern bei den Kommunalen, Freien und Kirchlichen Trägern sowie der Verwaltung für ihren unermüdlichen Einsatz zum Wohle unserer Kinder und die Erstellung des aktuellen Kindergartenbedarfsplanes sehr herzlich. Es ist gut zu wissen, dass unsere Kinder in Gaggenau und seinen Ortsteilen sehr gut aufgehoben sind und gut betreut werden.

Leider fehlen uns, um den Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz für Kinder über 3 Jahre zu erfüllen, rechnerisch 85 Betreuungsplätze. Hier stellt sich uns die Frage, wann und wo und mit welchem finanziellen Aufwand wir diese Plätze schaffen können. Auch bei der Versorgungsquote für Kinder unter 3 Jahren haben wir noch eine Lücke zum eigentlichen Bedarf. Dies wird in Zeiten klammer Kassen eine große Herausforderung werden, die es zu bewältigen gilt.

Eine weitere Herausforderung wird die schrittweise Vorverlegung des Einschulungsstichtages auf den 30. Juni bis zum Jahr 2023 werden. Da Kinder länger in den Einrichtungen verbleiben wird sich dies weiter auf die Personalplanungen auswirken. Hier müssen wir – und dies wird ja auch schon teilweise getan – Strategien erarbeiten, um den Beruf der Erzieherin und des Erziehers attraktiver zu machen. Hierzu gehört dann auch, dass die Leiterinnen bzw. Leiter der verschiedenen Einrichtungen mehr Zeit für ihre Leitungsaufgaben bekommen, zu dem natürlich auch die Akquise neuer Mitarbeiter gehört.

Ferner würden wir es befürworten, wenn es uns gelänge, dass bei der Berechnung der Gebühren, von der Kleinkindbetreuung bis zum Vorschulkind, alle Kinder einer Familie zur Berechnung der Gebühren herangezogen würden. Hier bedarf es allerdings der Bereitschaft aller Träger, also auch der der Freien und Kirchlichen, eventuell entstehende Gebührenausfälle zum Wohle unserer jungen Familien mitzutragen.

Vorstellung des Schulberichtes 2019/2020

Auch beim Schulbericht zeigt sich, dass die Angelegenheiten der jüngsten Mitbürger unserer Stadt und die Bedürfnisse von deren Familien ernst genommen und mit einer hohen Priorität versehen werden.

Sehr erfreulich zu werten sind der Ausbau der Ganztages- und der weiteren Betreuungsangebote für eine Schullandschaft, die immer mehr zum weit in den Nachmittag hineinreichenden Lebensmittelpunkt der Schülerinnen und Schüler wird.

Wir stehen hinter dem Konzept des Erhalts der kleinen Grundschulen – gemäß dem Slogan „Kurze Beine, kurze Wege“ – und stellen erfreut fest, dass dort vielfach aufgrund der demografischen Entwicklung der jahrgangsübergreifende Unterricht spürbar verringert wird.

Auch liegt es der CDU-Fraktion am Herzen, den Schulleitungen, Lehrerinnen und Lehrern und den Mitarbeitern an den Schulen für den großartigen zusätzlichen engagierten Einsatz während der andauernden Pandemie aufrichtig zu danken. Sie haben in dieser für alle schwierigen Situation Außergewöhnliches geleistet. In diesen Dank seien auch die Eltern der Schüler eingeschlossen.

Natürlich ist es einem Bericht eigen, dass er einen Ist-Zustand beleuchtet. In unserer Fraktion waren wir uns in dem Wunsch einig, dass auch aufgezeigt werden sollte, was auf dem Weg ist oder noch nicht erreicht wurde und was vordringlich in Angriff genommen werden sollte. Da wir z.B. jederzeit damit rechnen müssen, dass wir wieder in den Home-Schooling-Modus umschalten müssen, hätten uns insbesondere interessiert, wie wir, nachdem vier Grundschulen versorgt wurden, das Tempo der Schaffung einer digitalen Infrastruktur an den weiterführenden Schulen beschleunigen können. Auch den Begriff der vorgesehenen „sukzessiven Sanierung der Schulgebäude“ hätten wir uns in Zeiten knappster Haushalte etwas konkreter gewünscht, indem beispielsweise – im Sinne einer Zielformulierung – auf Dinge hingewiesen worden wäre, die keinen weiteren Aufschub dulden.

Andreas Paul, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!