Gedenkstein versetzt

BT 23.06.2021

Hörden erinnert an Pfarrer Georg Ratz/ Geistlicher starb 1996

BT23062021 
Auf kirchlichem Gelände bei der Friedhofskapelle erinnert der Gedenkstein an Pfarrer Georg Ratz. Foto: CDU Hörden

Gaggenau (BT) – Der einstige Hördener Pfarrer Georg Ratz ist vor ziemlich genau 25 Jahren gestorben – am 11. Juni 1996. Marietta Zdun-Burkart, Vorsitzende des CDU-Ortsverbands Hörden, erinnert in einem Beitrag an den Geistlichen. Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Ortsverbands, der in diesem Jahr sein 75-jähriges Bestehen feiert:

„Georg Ratz (Jahrgang 1914) war ab 1953 der neunte Pfarrkurat in der Pfarrei St. Johannes Nepomuk. Es war von Beginn an sein Bestreben, Hörden zur selbstständigen Pfarrei zu machen, was ihm 1956 mit Einwilligung des Erzbischofs von Freiburg auch gelungen ist. Er war somit der erste Pfarrer in Hörden. Sein steter Einsatz hatte zum Ziel, das kirchliche Leben in der Flößergemeinde zu aktivieren. Er hat zudem beginnende Ökumene im Alltag und zu einer Zeit gelebt, in welcher dies alles andere als üblich war; er stand deshalb in gutem Kontakt mit allen kirchlichen, aber auch weltlichen Vereinen.

Besonders die Jugendarbeit lag ihm am Herzen. Er hat in den Jahrzehnten seines Wirkens unauslöschliche Spuren hinterlassen und sich um das geistig-soziale Leben in Hörden verdient gemacht. Pfarrer i. R. Georg Ratz starb am 11. Juni 1996 in Reichental. Er wurde seinem Wunsch entsprechend in Hörden auf dem Friedhof beigesetzt.

In den vergangenen 25 Jahren wurde seine letzte Ruhestätte ehrenamtlich von Klaus Rothenberger gepflegt. Nach Ablauf der Liegezeit wurde der Grabstein von Steinmetz Jüngert fachmännisch auf dem kirchlichen Gelände bei der Friedhofskapelle aufgestellt. Dies nach Zuspruch von Pfarrer Matthias Weil und des kirchlichen Stiftungsrats. Anfallende Kosten haben private Spender und der CDU-Ortsverband Hörden übernommen. Letzteres in Würdigung und Erinnerung an eines der Gründungs- und Ehrenmitglieder, das in den Anfangsjahren aktiv im Vorstand mitgewirkt hat. Der Grabstein am neuen Standort bei der Kapelle soll weiterhin an den regen und stets beherzt aufgetretenen Kirchenmann erinnern, dem Hörden einiges zu verdanken hat“, so der Beitrag abschließend.

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