80Jahre CDU Hörden

Der Hördener CDU-Ortsverband ging aus der Zentrumspartei zum 1.1.1946 hervor; er   besteht nunmehr seit 80 Jahren. Die Männer der ersten Stunde wagten sich unter dem Vorsitz von Josef Karcher an den demokratischen Neubeginn und Neuaufbau vor Ort.

Erfahrungen aus der Weimarer Zeit und den darauffolgenden Jahren des 2. Weltkrieges, waren mahnende Ratgeber und prägend für das Handeln dieser mutigen Bürgerschaft aus dem Flößerdorf.

Der Gedanke an die Zentrumspartei in der Weimarer Republik prägten das politische Handeln. Das Verbot aller verfassungsmäßigen Parteien durch das Ermächtigungsgesetz und die Gleichschaltung der Länder mit dem Reich 1933, waren der entscheidende Schritt gewesen, legale politische Betätigung bis in die Gemeinden vor Ort zu entziehen und über ein Jahrzehnt zum Schweigen zu bringen. Das sollte nach dem Willen der Gründungsvater der Orts-CDU nie wieder möglich werden dürfen. Nachdem die nationalsozialistische Gewaltherrschaft im Mai 1945 zusammenbrach, konnte man wieder den Gedanken einer freien Meinungsäußerung leben.

Der erste Vorsitzende, Josef Karcher, führte in diesem Sinne 23 Jahre lang die Geschicke der Hördener CDU. Dies gemeinsam mit Dominik Reuter (Mesner), Wilhelm Müller, Willi Hitzfeld, Augustin Knapp, Rudolf Streb, dem damaligen Bürgermeister Josef Haller, Pfr. Georg Ratz. Karl Rahner, Uhrmacher, Karl Rothenberger, Georg Lang, Norbert Rothenberger und Hermann Regehr, die sich ebenfalls alle um Ort und Partei verdient gemacht haben.

Bis ins hohe Alter setzte sich Josef Karcher unermüdlich für das Wohl seiner Gemeinde ein. Im Gemeinderat und als Parteivorsitzender wusste er stets politische Realitäten mit menschlicher Aufrichtigkeit in Einklang zu bringen und sie in den Alltag, um zu setzen. In einem Presseartikel von 1985 würdigte der damalige Ortsvorsteher Willibald Karcher, wie der Parteigründer, der alle politischen Zeitströme selbst erlebt hat, stets darauf bedacht gewesen ist, sein erlangtes Wissen und seine persönlichen Erfahrungen jüngeren Parteikollegen weiterzugeben. Dies in Sorge, dass auch zukünftig politische Fehlentscheidungen der Vergangenheit und die Wiederholung alter Fehler vermieden werden können.

Von 1968-1969 führte Hermann Regehr die Hördener CDU kommissarisch, bis 1969 durch. Nachfolger war Georg Lang. Georg Lang war auch jahrzehntelang Kassier des Hördener CDU-Ortsverbandes.

Ab dem Jahr 1973 bis 1986 übernahm Udo Lang den Vorsitz der Partei. Sein politisches Rüstzeug lernte er zuvor in der Jungen Union, die zur damaligen Zeit einen bemerkenswerten politischen Beitrag in der aktiven Ortspolitik geleistet hat. Ob in Fragen der Eingemeindung oder bei Wahlkampfaktionen, stets zeigte die CDU vor Ort politisches Profil und prägte das Ortsgeschehen maßgeblich mit. Von Udo Lang übernahm Dr. Joachim Franke den Vorsitz der Hördener CDU, zusammen mit dem stv. Vorsitzenden Dieter Schwan.

Im Januar 1988 folgte erstmals mit mir eine Frau im Vorsitz. Aus der persönlichen Bitte an mich, das Amt wenigstens einmal für zwei Jahre auszuüben sind bis dato 38 Jahre und damit der längste Vorsitz des CDU-Ortsverbandes mit über zwei Generationen geworden.

Das Führungsteam des Ortsverbands Hörden im 80. Gründungsjahr besteht neben den Mitgliedern aus der ersten Vorsitzenden Marietta Zdun-Burkart, dem 1. stv. Vorsitzenden Mathias Albrecht, dem 2. stv. Vorsitzenden Jonas Albrecht, dem Kassier Michele Bevacqua, dem Schriftführer Werner Burkart und den Beisitzern Torben Glasstetter, Tatjana Joos-Strößner, Christian Kientz,  Peter Mack und Doris Koch.  Rechnungsprüfer sind Barbara Bender und Bernd Kraft.

Im Jahr 2026 stehen Neuwahlen im Ortsverband an. Es ist gut und schön, dass die Mannschaft steht und es weitergeht. Meine Hoffnung ist, dass es auch künftig die CDU Hörden gibt und wir auch junge engagierte Mitglieder finden. Nur so kann es einen Fortbestand geben – denn wer die Jugend hat, kann das gesichert weiterführen.