Kowaschik verabschiedet sich

BNN 11.10.2019

OB Florus sieht ehemaligen Ortsvorsteher als Kämpfer für schnelles Internet

Von BNN Mitarbeiter Joachim Kocher

BNN11102019Gaggenau-Michelbach. Nach zehnjähriger Tätigkeit als Ortsvorsteher von Michelbach wurde Franz Kowaschik am vergangenen Mittwoch im Rahmen einer Feierstunde durch Oberbürgermeister Christof Florus im Hirtenhaus im Beisein zahlreicher Bürger und Vereinsvertreter verabschiedet. Sein Nachfolger Ralf Jungfermann betonte, dass Franz Kowaschik einen „super Job“ gemacht hat. „Du hast irre viel bewegt“, sagte er. Jungfermann, wie anschließend auch Oberbürgermeister Christof Florus, zeigte sich erfreut darüber, dass der scheidende Ortsvorsteher auch weiterhin dem Ortschaftsrat Michelbach angehören wird.

Bei einer Feierstunde ehrt Oberbürgermeister Christof Florus (links) den scheidenden Ortsvorsteher Franz Kowaschik. Foto: Kocher

Oberbürgermeister Christof Florus würdigte in seiner Ansprache recht ausführlich die Verdienste von Franz Kowaschik, der in seinem Hauptberuf als Revierförster tätig ist. Der langjährige Ortsvorsteher war demnach ein Glücksfall für Michelbach und Gaggenau, sehr wissend und mit viel Fachkompetenz. Er habe immer an vorderster Front mitgearbeitet. Die Arbeit, so der OB, hat er nicht als Pflicht gesehen, es habe ihm Spaß gemacht. Franz Kowaschik habe zudem viel umgesetzt. Florus sprach in diesem Zusammenhang unter anderem die Erschließung des Baugebiets „Hofstätte/Mühlfeld“ an, das „ruck, zuck“ belegt war. Aber auch für das schnelle Internet habe Kowaschik gekämpft.

Nicht unerwähnt blieb durch OB Florus das Dorffest, das zu einem der schönsten Feste in der Region zähle. Unter Franz Kowaschik wurde es um einige weitere Kapitel ergänzt. Zur Sprache kamen durch den OB auch Maßnahmen der Geschwindigkeitsreduzierung. So habe man auf der L613 zwischen dem Kindergarten und dem Gasthaus „Kreuz“ nunmehr Tempo 30 als erste Gemeinde im Landkreis hinbekommen. Auch dies sei mit ein Verdienst von Franz Kowaschik, der viel erreicht habe. OB Florus bezeichnete Kowaschik als wertvollen Menschen und verabschiedete ihn schließlich mit Dankesworten und einem Präsent.

Franz Kowaschik erinnerte in einigen Sätzen an seinen Einzug in den Ortschaftsrat und seine Wahl zum Ortsvorsteher im Jahr 2009. Wie die Jungfrau zum Kind und ohne kommunalpolitische Vorbildung sei er damals zum Ortsvorsteher gewählt worden. Die zurückliegenden zehn Jahre wolle er jedoch nicht missen, es war eine schöne und wertvolle Zeit in der Dorfgemeinschaft.

Kowaschik sprach auch die Gründe an, die schließlich dazu geführt hatten, dass er nicht mehr als Kandidat zum Ortsvorsteher antrat. Ausschlaggebend seien ausschließlich berufliche Gründe gewesen. Kowaschik entgegnete in seiner Abschiedsrede als Ortsvorsteher Äußerungen im Ort, der Ortschaftsrat würde nichts bewegen: „Ohne Ortschaftsrat würden wir schlechter dastehen.“ Im Ortschaftsrat habe es parteipolitisches Taktieren gegeben, sondern ein Taktieren zum Wohl der Gemeinde.

Dem neugewählten Ortschaftsrat wünschte Kowaschik abschließend unter anderem Mut, Erfolg und Beharrlichkeit. Im Namen der Michelbacher Vereinsgemeinschaft richtete Günter Herm Dankesworte an den scheidenden Ortsvorsteher. Herm sprach von einem respektvollen Umgang miteinander, Franz Kowaschik sei nie aus der Rolle gefallen. Ferner waren Worte gegenüber Franz Kowaschik wie kooperativ, kollegial, ehrlich und eifrig zu hören. Musikalisch gestaltet wurde die Abschiedsfeier durch Julia Wiebelt an der Geige, Sängerin Nathalie Herm und Markus Herm am Akkordeon.

Badische Neuste Nachrichten

Einstimmigkeit im Michelbacher Gremium

BT 27.07.2019

Ralf Jungfermann als Ortsvorsteher vorgeschlagen / Neuer Ortschaftsrat tritt zur ersten Sitzung an

Gaggenau (for) - Trotz der hohen Temperaturen ging es in der Sitzung des Michelbacher Ortschaftsrats am Donnerstag alles andere als hitzig zu: Statt langer Debatten war der Abend geprägt von Danksagungen und Glückwünschen. Auf der Tagesordnung stand neben der Verabschiedung der alten und der Verpflichtung der neuen Ortschaftsräte die Wahl des Ortsvorstehers sowie dessen Stellvertretern.

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Zunächst gab der bisherige Ortsvorsteher Frank Kowaschik bekannt, dass die Wiesentalhalle aufgrund von Renovierungsarbeiten voraussichtlich bis zum 5. Oktober nicht nutzbar sein werde. Es würden Wallschutzwände angebracht und der Fußboden erneuert. Danach ergriff Oberbürgermeister Christof Florus das Wort: Es sei für ihn immer eine besondere Ehre, nach Michelbach zu kommen, betonte er. Nach der Feststellung, dass keine Hinderungsgründe für den Eintritt der Ortschaftsräte in das Gremium vorliegen, dankte Florus allen Räten, die sich in den vergangenen Jahren für ihren Heimatort eingesetzt hatten: "In Michelbach hat sich sehr viel bewegt, und das ist Ihr Werk", sagte er mit Blick auf eine Reihe an Maßnahmen, die vorangetrieben wurden. Dabei ging Florus unter anderem auf das Dorffest, den Kindergarten sowie die neuen Baugebiete ein. Die Arbeit des Ortschaftsrats sei "Ehrenamt pur" und keine Selbstverständlichkeit. Jeder, der sich dazu bereit erkläre, ein solches Amt anzunehmen, agiere "aus Liebe zu Michelbach".

An die scheidenden Räte richtete Florus einige persönliche Abschiedsworte. So habe Evelyn Haller (CDU) als einzige Frau am Ratstisch in fünf Jahren Beeindruckendes geleistet und stets kommunalpolitisch gehandelt. Kurt Holfelder, der dem Gremium zehn Jahre angehörte, bezeichnete Florus als echten "Dorfmenschen", der seine Heimat liebe, viele wichtige Dinge umgesetzt habe und auch jetzt noch in vielen Vereinen aktiv sei. Obwohl er am 26. Mai mit 629 Stimmen in den Ortschaftsrat gewählt worden war, räumte auch Jürgen Schäfer (SPD) seinen Platz im Gremium. Gesundheitliche Gründe hatte er als einen Ablehnungsgrund geltend gemacht. Nachrückerin ist Rebecca Rieger.

Viel Lob für Jürgen Schäfer

Mit den Worten "Du hast einen ganz großen Anteil daran, dass Michelbach sich so gut entwickelt hat", dankte Florus Schäfer, der nicht nur als Ortschaftsrat, sondern auch als Gemeinderat tätig war. Nicht mehr im Rat vertreten sind auch Sascha Krieg und Holger Nufer (beide CDU), die bei der Sitzung verhindert waren.

Nach der Verabschiedung galt die Aufmerksamkeit den aktuellen Mitgliedern des Gremiums: Franz Kowaschik, Andreas Paul, Michael Lust, Ralf Jungfermann und Alexander Rieger (alle CDU), Eugen Weber und Rebecca Rieger (beide SPD), sowie Volker Stößer, Jens Weyhersmüller und Volker Bittmann (alle FWG) wurden per Handschlag verpflichtet. Kowaschik hatte sich aus beruflichen Gründen dazu entschlossen, nicht mehr als Ortsvorsteher zu kandidieren. Künftig wird er dem Gremium nur noch als Ortschaftsrat angehören. Als Nachfolger wurde lediglich Ralf Jungfermann vorgeschlagen und in offener Wahl einstimmig zum Ortsvorsteher bestimmt. Ebenfalls wurden Volker Bittmann als sein erster Stellvertreter und Eugen Weber als sein zweiter Stellvertreter in offener Wahl einstimmig gewählt. Dem Vorschlag für Ortsvorsteher und Stellvertreter muss nun der Gemeinderat zustimmen.

Florus bezeichnete die schnelle und unkomplizierte Wahl als Erfolg. Es sei ein Zeichen von Intelligenz, sich schon in Vorgesprächen abzusprechen und zu einigen. Der Austausch untereinander sei im Dorf ohnehin wichtig, um Probleme gemeinsam zu lösen.

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