75 Jahre CDU Gaggenau

Am 09.05.1946 gründete sich vor 75 Jahren der CDU-Ortsverband Gaggenau. Damals noch unter der Bezeichnung Badische Christliche Soziale Volkspartei.

Erster Vorsitzender war Oskar Fritz, sein Stellvertreter Ludwig Krumm und als Rechnungsführer fungierte Theodor Klöpfel. Sie unterzeichneten bereits am 9. April 1946 das Gründungsgesuch, welches schließlich am 9. Mai 1946 von der französischen Besatzungsmacht genehmigt worden war.

Am 20.09.1946 wurde der Vorsitzende der Badischen Christlichen Sozialen Volkspartei, Oskar Fritz, zum Bürgermeister von Gaggenau gewählt. Am 20. November 1947 löste Ludwig Krumm den bisherigen Parteivorsitzenden Oskar Fritz im Vorsitzenden Amt ab.

20210521 75J CDU GaggenauOskar Fritz - Erster Vorsitzender und Gründungsgesuch Ortsgruppe Gaggenau am 09.04.1949. Beide Aufnahmen aus dem Archiv der CDU Gaggenau  

75 Jahre sind vergangen, in denen die CDU die Geschichte, den Aufbau und die Entwicklung Gaggenaus stets mitgeprägt hat und es bis heute erfolgreich tut, so gingen aus den Reihen des Ortsverbandes Oberbürgermeister, Bürgermeister und mit Dr. Thomas Schäuble sogar ein Landesminister hervor.

„Es ist spannend, in den alten Unterlagen zu blättern, es ist ein Stück Stadtgeschichte die eng mit der CDU verbunden ist und es ist schwer, eine so ereignisreiche lange Zeit hier in wenige Sätze zu packen“, so die derzeitige Vorsitzende Sabine Arnold. Zwei Zitate aus der Festschrift zum 50-jährigen Bestehen der CDU Gaggenau passen noch heute. Der damalige Stadtverbandsvorsitzende Konrad Weber schrieb in seinem Grußwort: „Die Menschen, die damals aufbrachen (1946), etwas für die Gemeinschaft zu leisten, waren voller Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Von dieser Hoffnung zu einer Zeit schier aussichtslos erscheinenden Lage in den Städten und Gemeinden unseres Landes sollten wir uns in unsere Tage ein Stück hinüberretten, wenn es darum geht, gewichtige Probleme mutig einer Lösung zuzuführen“. Übertragen auf heute bedeutet das nach Ansicht von Arnold, dass “wir mutig und zuversichtlich in eine Zukunft nach Corona gehen und die kommenden Aufgaben gemeinsam anpacken, damit wir die sozialen und wirtschaftlichen Folgen, die diese Pandemie mit sich bringt, abmildern können“. Auch das Zitat von Roland Flügler, damaliger Ortsverbandsvorsitzender, zum 50. Geburtstag, passt noch gut in die Zeit. Er schrieb: „Neue Wege gehen bedeutet für uns, Gutes zu bewahren und Maßnahmen zu ergreifen, seien sie aus heutiger Sicht auch nicht unbedingt populär, damit die Zukunft unseres Vaterlandes auch für folgende Generationen gesichert bleibt“.

Zum CDU-Ortsverband Gaggenau gehören heute neben der Kernstadt die Mitglieder aus Ottenau, Selbach, Sulzbach und Freiolsheim/Moosbronn. Deren eigenständige Ortsverbände wurden nach und nach in den Ortsverband Gaggenau eingegliedert, um die Arbeit effizienter zu gestalten. 1977 erfolgte die Gründung des CDU-Stadtverbandes als über den Ortsverbänden stehende Organisa­tionsform. Derzeit gibt es mit den Ortsverbänden in Bad Rotenfels, Michelbach, Oberweier und Hörden noch vier weitere eigenständige CDU-Verbände in Gaggenau.

Die geplante Feier, welche auf den Tag genau im Mai stattfinden sollte, muss leider wegen der Corona Pandemie verschoben werden. Wir werden das Jubiläum würdigen, sobald es die Situation wieder zulässt, verspricht die Vorsitzende.

Sabine Arnold

Vorsitzende CDU Stadtverband Gaggenau
Vorsitzende CDU  Ortsverband Gaggenau

Im "wunderschönen" Sulzbach heimisch geworden

BT 01.10.2019

Als neue Ortsvorsteherin will Josefa Hofmann ihre Mitbürger aktivieren/Sicherer Radweg nach Gaggenau ein Ziel

Von Regina Frammelsberger

BT01102019Gaggenau - Seit kurzem hat Sulzbach eine neue Ortsvorsteherin: Josefa Hofmann (CDU). Die gebürtige Kuppenheimerin ist 1992 mit Ehemann Gerd und Sohn Simon in den Gaggenauer Ortsteil gezogen und hat hier zusammen mit ihrem Hund, einer Kamerun-Schafherde und einigen Islandpferden eine "wunderschöne" Heimat gefunden. Nach vielen jobbedingten Ortswechseln wisse sie als "Zugezogene" in Sulzbach vor allem die Nähe zur Natur zu schätzen und hat in der Landschaftspflege zusammen mit ihrem Mann eine große Leidenschaft entdeckt. Ihr Engagement in diesem Bereich blieb nicht lange unbemerkt, sodass Hofmann vom damaligen Ortschaftsrat Anton Ibach um eine Mitarbeit im Obst- und Gartenbauverein gebeten wurde. Tatsächlich hatte sie daran große Freude, sie war von 2002 bis 2012 Vorsitzende des Vereins. Hier entwickelte sich der "Spaß an der Idee, dass man etwas bewegen kann", die Hofmann ab 2009 auch im Ortschaftsrat ausleben konnte.

Zweimal pro Jahrein Bürgerforum

Als Nachfolgerin von Artur Haitz will die 68-Jährige nun ihre Mitbürger für die Schönheiten des Ortes sensibilisieren und zur weiteren Gestaltung möglichst viele mit ins Boot holen.

Die "neue Mannschaft" des Ortschaftsrats sei "hoch motiviert" und an den Bedürfnissen der Bürger interessiert. Durch persönliche Kontakte wolle man herausfinden, "wo bei den Sulzbachern der Schuh drückt" und deren Probleme in den Sitzungen besprechen. Zweimal pro Jahr sei auch ein Bürgerforum zu aktuellen Themen geplant, um beispielsweise die Problematik des "ruhenden Verkehrs" zu erörtern. Sulzbachs "Sackgassen-Lage" sieht Hofmann in Bezug auf die Mitsprache der Bürger als großen Vorteil. Denn "alles, was hier passiert, geschieht durch uns selbst" und könne deshalb auch gut angepackt werden.

Für die fünfjährige Amtszeit haben sich die Ortschaftsräte bereits auf einige Leitthemen geeinigt: Vorrangiges Ziel sei die Schaffung eines sicheren Radwegs nach Gaggenau, der Absprachen mit dem Kreistag nötig mache. Außerdem wollen die Ortschaftsräte den Sulzbacher Ortseingang ansprechend umgestalten und sich dazu auch Ideen aus anderen Kommunen holen.

Die bevorstehende Bachsanierung müsse dafür zwar noch abgewartet werden, aber "irgendwann muss man das mal anpacken", so Hofmann. Sie berichtete von der Idee einer kleinen betreuten Wohnanlage in diesem Bereich mit vier bis sechs altersgerechten Eigentumswohnungen. Dadurch müssten die Sulzbacher nicht in die Senioreneinrichtungen von Gaggenau umziehen, sondern könnten länger in ihrem sozialen Umfeld wohnen bleiben. Dass von dort ein regelmäßiger Busverkehr die Anwohner in die Stadt und wieder zurückbringt, bezeichnete Hofmann als "kleinen Wunschtraum". Zufrieden äußerte sie sich über den Baubeginn beim Bernsteinbad, wo langer Atem letztendlich zu einem guten Ziel geführt habe. Mit Hartnäckigkeit, Sachverständnis und guten Gesprächen möchte Hofmann auch in Zukunft die Themen des Stadtteils angehen.

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